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Willkommen auf der Gastseite von Michael Emanuel Bauer, Musikwissenschaftler und Komponist aus München.

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THENP / Michael E. Bauer, Musik /   Infos zu Michael Emanuel Bauer





Der Komponist Michael Emanuel Bauer aus München / Regen arbeitet schon seit 1997 für die Theaterprojekte des THENP; er ist selbst Gründungsmitglied.






Michael Emanuel Bauer schrieb zur Musik zu Der Irrläufer:

"Dem Theater geben, was des Theaters ist", schrieb Alban Berg in seinem 1928 erschienenen Aufsatz Das Opernproblem; das heißt, die Musik so zu komponieren, daß sie sich ihrer Aufgabe, dem Theaterstück zu dienen, allzeit bewußt ist.

Ganz in diesem Sinne habe ich versucht meine Musik zum Irrläufer zu schreiben.

Reduziert auf die Klangfarben, Klarinette und Violoncello, die den zwei Protagonisten Margreth und Simon zugeordnet sind, ist die Musik als kleine Suite angelegt, die im wesentlichen als Zwischenakt-Musik fungiert, durch die, auf die Oper bezogene, musikalische Verarbeitung, den Bezug zum Stück aber nicht verliert.

So finden sich sowohl Assoziationen zu Wagners Tristan, Rihms Jakob Lenz, Bergs Wozzeck, sowie der aria d´urlo aus den Verismoopern und der musikalischen Rhetorik der Barockopern.

Dabei erfüllt die Musik die Funktion des allwissenden Aussenstehenden, der den Verlauf und das Ende des Dramas bereits kennt und somit dem Zuschauer stets voraus ist.

Dem Theater geben, was des Theaters ist, das heißt, alle szenisch wichtigen Vorgänge in die musikalisch-kompositorische Konzeption einzubauen.

So sind, ganz im Berg´schen Sinne, auch die Übergänge von Musik auf Schauspiel musikalisch determiniert.

Dem Theater geben, was des Theaters ist, demnach Wort und Ton eine Einheit werden lassen.

Hansjörg Schneiders Theaterstück, sowie Nikol Putz´ Inszenierung gaben mir die Möglichkeit dieser Verpflichtung gerecht zu werden.

Michael E. Bauer, im August 2000



Kurzbiografie:

Michael Emanuel Bauer
geboren 1974, studierte Musikwissenschaft, Alte, Neuere und Neueste Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München sowie Jazzklavier an der Neuen Jazzschool München und besuchte Kompositionskurse bei Karlheinz Stockhausen, Dieter Schnebel und Bernhard Lang. Eine langjährige Zusammenarbeit verbindet ihn mit dem Fassbinder-Komponisten Peer Raben. Michael Emanuel Bauer ist Träger des „Leonhard-und-Ida-Wolf“-Gedächtnispreises für Musik der Landeshauptstadt München (2005). Er arbeitete u.a. am Staatstheater Stuttgart, am Bayerischen Staatsschauspiel, am Staatsschauspiel Dresden, dem Deutschen Theater Berlin (Regie: Nurkan Erpulat), der Neuköllner Oper Berlin und dem Hebbel am Ufer Berlin, sowie mit Ulrich Rasche bei „This is not a love song“ auf den Wiener Festwochen und bei „Die Entführung aus dem Serail“ an den Sophiensaelen. Kompositionsaufträge hat er u.a. vom Bayerischen Rundfunk, der Landeshauptstadt München und dem Netzwerk Neue Musik erhalten. 2009 fand die Uraufführung des Musiktheaters „Der Wilhelmine-Code“ am Theater Erlangen statt. 2010 folgte die Uraufführung des Musiktheaters „Brachland. Geschichten vom Nichts.“ an der Neuköllner Oper. Derzeit promoviert Michael Emanuel Bauer über die Filmmusik von Peer Raben zu den Filmen Fassbinders.


Arbeiten im Bereich Theater/Musiktheater (eine Auswahl)

This is not a love song (UA), Konzept und Regie: Ulrich Rasche, Wiener Festwochen, Musikalisches Arrangement (für die Herren des Wiener Konzertchors) und Musikdramaturgie, 2007
Mogadischu Fensterplatz von Friedrich Christian Delius, Dramatisierung: Beate Seidel und Regina Wenig, Regie: Regina Wenig, Staatstheater Stuttgart, Komposition der Bühnenmusik, 2007
Weinen - Tapemusic für Stimme, Bassetthorn, Violoncello und Notebook, Konzept und Realisation: Stefanie Frauwallner & Michael Emanuel Bauer, Alter Schwabinger Friedhof (München), 2007
Wann stören wir uns endlich, Performatives Konzert, Text und Leitung: Andreas Liebmann, Ballhaus Ost (Berlin), Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz / Prater-Foyer (Berlin) und Kaserne Basel, Komposition der Bühnenmusik zusammen mit Thomas Friese, 2008
Steuer-Oasen für gemischten Chor, Konzept und Realisation: Stefanie Frauwallner & Michael Emanuel Bauer, „performing crime“ (Bremen) des Berliner Theater-Kollektivs „lunatiks“, Regie: Tobias Rausch, 2008
Don Quijote von der Mancha von Cervantes, Dramatisierung: Georg Holzer und Johannes Schmid, Regie: Johannes Schmid, Bayerisches Staatsschauspiel, Komposition der Bühnenmusik, 2009
Magazin des Glücks von Ödön v. Horváth, Regie: Miriam Tscholl, Dramaturgie: Felicitas Zürcher, Staatsschauspiel Dresden, Komposition der Bühnenmusik, 2009
Der Wilhelmine-Code, Musiktheater, Libretto: Constantin von Castenstein, Regie: Lilli-Hannah Hoepner, Kompositionsauftrag des Theater Erlangen, 2009 ( verlegt bei schaefersphilippen)
Die Entführung aus dem Serail, ein Monolog nach Wolfgang Amadeus Mozart, Konzept und Regie: Ulrich Rasche, Sophiensaele (Berlin), Musikalisches Arrangement, 2010
Brachland. Geschichten vom Nichts, Musiktheater von Matthias Rebstock, Tilman Rammstedt und Michael Emanuel Bauer, Regie: Matthias Rebstock, Neuköllner Oper (Berlin), 2010
Nur Pferden gibt man den Gnadenschuss von Horace McCoy, Regie: Miriam Tscholl, Dramaturgie und Bearbeitung: Martin Heckmanns, Staatsschauspiel Dresden, Komposition der Bühnenmusik, 2010
Mein prähistorisches Hirn, Text und Regie: Andreas Liebmann, Theater Freiburg, Komposition der Bühnenmusik zusammen mit Hannes Strobl, 2010
Ein Lied von Kavalieren und Delikten (für 100 Dresdner Bürger / innen), szenische Einrichtung: Miriam Tscholl, Auftragskomposition des Staatsschauspiel Dresden im Rahmen des Festivals Land in Sicht, 2010
Gefühlstraining für weltweite Körper, Text und Regie: Andreas Liebmann, Hebbel am Ufer (Berlin), Theaterhaus Gessnerallee (Zürich), Komposition der Bühnenmusik zusammen mit Georg Karger, 2010
Clash, Text: Nurkan Erpulat und Dorle Trachternach, Regie: Nurkan Erpulat, Dramaturgie: Barbara Kantel, Deutsches Theater Berlin, Komposition der Bühnenmusik, 2011



Frühere Arbeiten im Bereich Theater und Film (eine Auswahl):

Theater:
Die Nacht des Leguan von Tennessee Williams, Regie: Peter Zadek, Burgtheater Wien, Mitarbeit an der Bühnenmusik von Peer Raben, 2002

Rosige Zeiten (UA) von Katharina Schlender, Regie: Regina Wenig, Theater Erlangen, Bühnenmusik, 2005

Effi Briest von Theodor Fontane, Dramatisierung und Regie: Regina Wenig, Deutsches Theater Göttingen, Bühnenmusik, 2006

Unser Muni von Theater-Kollektiv „Ond-Drom“, Regie: Johannes Schmid, Rheinisches Landestheater Neuss, Bühnenmusik, 2008

Film und Fernsehen:
2046, Buch und Regie: Wong Kar-Wai, Jet-tone Pictures, Arrangement des Filmmusikbeitrages von Peer Raben, 2004
Golden Horse Award Taipeh 2004, „Best original filmscore“
Hong Kong Film Award 2005, „Best original filmscore“

Leben ausser Kontrolle, Buch und Regie: Bertram Verhaag, Denkmal Film in Zusammenarbeit mit ARTE und SWR, Filmmusik, 2004
Preise u.a.:
IDA`s 20th Annual Competition 2004, Los Angeles / USA
6th FICA – Internationales Umwelt Film Festival 2004, Goias / Brasilien
21. Internationales Umwelt Film Festival ÖKOMEDIA 2004, Freiburg / Deutschland

Kontakt, Buch: Gordan Mihic (Drehbuch-Autor von Black Cat, white cat von Emir Kusturica), Regie: Sergej Stanojkovski, Busse & Halberschmidt in Zusammenarbeit mit ZDF/ Kleines Fernsehspiel, Filmmusik zusammen mit Peer Raben, 2005
Vornominierung in der Kategorie „Best foreign language film“ für den Academy Award (Oscar) 2007

Neben der Spur, Buch und Regie: Detlef Bothe, Bothe Film in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Fernsehen (Redaktion: Cornelia Ackers) (u.a. mit Axel Milberg, Dominic Raacke und Tom Schilling), Filmmusik, 2006

Armin, Buch und Regie: Ognjen Svilicic, Busse & Halberschmidt, Filmmusik zusammen mit Karger/Holzapfel, 2006
Berlinale (Forum) 2007, Cannes (Market) 2007, Vornominierung in der Kategorie „Best foreign language film“ für den Academy Award (Oscar) 2008

Spielverderber, Buch und Regie: Georg Nonnenmacher und Henning Drechsler, Busse & Halberschmidt, Filmmusik zusammen mit Karger/ Holzapfel, 2006
Hessischer Filmpreis 2007



Kontakt: Michael E. Bauer,
Funktelefon: 0049(0)171-36 64 514


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   Text zu Blut am Hals der Katze
   Text zu Musik auf dem Theater II.



 

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Michael E. Bauer, Komponist, Foto:



Dem Theater geben, was des Theaters ist.

Alban Berg

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